Anpassung der Schlafumgebung

Kind das im Gitterbett sitzt eine eine Gitterstange festhältFür viele stellt sich die Frage: „Wo soll mein Baby denn eigentlich schlafen?“ Hierfür gibt es zahlreiche Möglichkeiten. Angefangen vom Elternschlafzimmer oder dem Kinderzimmer. Oder auch die Wahl des Bettchens: Beistellbettchen, Gitterbettchen, Stubenwagen oder die Wiege. Vor allem, wie soll das Bettchen gestaltet werden? Und wie war das nochmal mit dem Familienbett?

 

 

Das sollte beachtet werden

Generell steht das Thema Schlafumgebung im Fokus, da dies eine wesentliche Rolle bei der Vermeidung des plötzliches Kindstodes steht. Daher wird klar in den ersten 12 Monaten zu folgender Schlafumgebung geraten:

1. RauchfreiFrau die Zigarette ablehnt, Familie, Stecker

Ganz klar, das Zimmer muss rauchfrei sein. Was für uns Erwachsene gesundheitsgefährdend ist, gilt erst recht für unsere Kinder – selbsterklärend!

2. Elternschlafzimmer

Das soll Kind im Elternschlafzimmer schlafen. Einerseits ist es so, dass Kinder für einen guten Schlaf die Nähe zu den Eltern suchen. Der gleichmäßige Atem der Eltern wirkt dabei beruhigend auf das Kind. Aber auch die Eltern selbst haben so eine bessere Kontrolle über ihr Kind, falls es in (Atem-)Not kommt und können schneller eingreifen. Auch ist es – gerade für stillenden Mütter – bequem, wenn das Baby in Reichweite liegt. Oftmals ist hierfür gerade in den ersten Monaten ein Beistellbett eine optimale Option.

3. Gefahren meiden

Das Bettchen muss sicher vor äußeren Einflüssen aufgestellt werden. Also weit genug entfernt von Kabeln, Steckdosen, direkter Sonneneinstrahlung, offenen Fenstern (wegen der Zugluft) oder der Heizung.

Gitterbett, Fenster, Mann der Body hält4. Lüften

Das Zimmer sollte genügend gelüftet werden (Stoßlüften). Außerdem liegt die perfekte Zimmertemperatur bei etwa 18°.

5. Achtung vor Erstickungsgefahren

Das Bettchen muss sicher gestaltet sein. Dabei ist es egal, ob man das klassische Gitterbettchen wählt oder den Stubenwagen bzw. die Wiege. Generell ist man da in der Entscheidung frei, jedoch sollte beachtet werden, dass der Schlafplatz sicher ist. Dies bedeutet, dass außer einer Matratze nichts im Bettchen verloren hat. Vor allem keine Kuscheltiere oder Schmusetücher, in die sich die Kleinen mit dem Gesicht vergraben können. Aber auch Nestchen sollte man weg lassen, dass die Luft gut zirkulieren kann. Außerdem gehört auch die Bettdecke oder das Kissen verbannt, die Gefahr ist zu hoch, dass sie sich die Decke über den Kopf ziehen oder sich zu sehr mit dem Gesicht im Kissen vergraben. Eine super Alternative bieten Schlafsäcke.

6. Richtige Klamotte

Das Kind sollte nicht zu warm und nicht zu kalt angezogen sein. Diese Aussage kann man nicht allgemeingütig anwenden. Jedes Kind hat ein unterschiedliches Empfinden gegenüber Wärme und Kälte. Es gibt jedoch bei den Schlafsäcken oft für jede Jahreszeit empfohlene Innenfutter. Die Eltern kennen ihre Kindern jedoch am besten und sollten individuell handeln. Man tendiert jedoch dazu, die Kinder zu warm anzuziehen, daher unbedingt darauf achten, dass die Kinder nicht überhitzen. Der Nacken sollte angenehm warm sein. Hände und Füße sind oft kalt, sind aber kein Anzeichen für das allgemeine Wohlbefinden des Kindes.

 

Familienbett

Familie die zusammen in einem Bett liegtImmer mehr im Kommen ist das Familienbett. Klar, die Kinder suchen die Nähe und können nah bei ihren Eltern am besten Schlafen. Auch für die Eltern ist es oft schön, nahe beim Kind zu sein. Auch für das Stillen ist es am bequemsten, da die Mutter im Liegen stillen kann und dabei weiterschlafen. Die Meinungen dazu sind geteilt. Natürlich birgt das Familienbett verschiedene Gefahren. Die Decken und Kissen von den Eltern sind mögliche Erstickungsgefahren. Außerdem kann das Kind zerquetscht werden oder aus dem Bett fallen. Daher sollte man befolgen, dass das Bett ausreichend Platz bietet und ein ausreichender Rausfallschutz angebracht ist.

 

So viel zur Theorie

Ich werde nie vergessen, als ich mit Leon aus dem Krankenhaus nachhause gekommen bin. In der ersten Nacht, im August – also im Hochsommer – habe ich Leon mit Langarmbody, Schlafstrampler, dünnem Sommerschlafsack und dickem Winterschlafsack ins Bett gelegt. Ich dachte, so winzigen, kleinen Babys ist es doch sicher immer kalt. Natürlich war das viel, viel zu warm. Am nächsten Tag hat mich dann meine Hebamme belehrt, dass ein Kurzarmbody und der Sommerschlafsack reicht. Als frischgebackene Mama ist man sich einfach unsicher und sollte da auch tatsächlich seine Hebamme zu Rate ziehen, wenn man sich unsicher ist. Das hat mir oftmals viel geholfen! Wir hatten so ein kleines Beistellbettchen zu Beginn und hier hab ich tatsächlich darauf geachtet, dass nichts im Bettchen ist, außer Kind, Matratze und Schlafsack. Aber es kristallisierte sich leider direkt heraus, dass das Bettchen nicht die bevorzugte Schlafumgebung für Leon war. So stand das Bett nun da, mit seiner Matratze und ansonsten war es leer. Leon schlief auf meinem Bauch, zwar in seinem Schlafsack und ich habe mich nur bis zu meinen Beinen zugedeckt, aber er schlief bei uns im Bett. Ich empfand es selbst als unsicher, da er von mir runterfallen konnte oder ich mich und ihn im Halbschlaf zudecke/überdecke. Auch kann ich nicht ringsum ums komplette Bett ein Rausfallschutz anbringen, daher konnte ich nie die Gefahr ausschließen, dass er rausfällt. Aber so winzig kleine Babys können sich ja noch nicht fortbewegen, daher schloss ich die Gefahr, zumindest zu Beginn, aus.

 

Als Leon dann begann in seinem Bett zu schlafen, nutzten wir mittlerweile das Gitterbettchen, aber als Beistellbett. Haben also quasi die eine Seite der Gitterstäbe vom Bettchen entfernt und schoben es direkt an unser Bett. Immer noch war nichts im Bett zu finden, außer die Matratze und Leon im Schlafsack. Dass es dennoch eine kleine Grenze zwischen uns gab, legte ich das Stillkissen zwischen uns. Wohlwissend, dass das Stillkissen eine Erstickungsgefahr darstellte. Leon war zu dem Zeitpunkt jedoch schon so alt, dass er sich drehen konnte. Ich dachte, so schlimm wird das schon nicht sein. Wie nicht anders zu erwarten, hat Leon das Stillkissen zu seinem Schmusekissen auserkoren. Wie soll es auch anders sein. Er vergrub regelrecht sein Gesicht darin. Na toll! Also wollte ich es wieder weg nehmen, natürlich konnte er ohne nicht mehr schlafen. Also ließ ich es ihm. Ich muss dazu sagen, dass ich besessen war vom plötzlichen Kindstod und Leon an der Windel so einen kleine Sensor trug, der ansprang, wenn er nicht mehr atmen sollte. Daher war ich beruhigt. Mit etwa neun Monaten ging das Teil kaputt und schlug zig mal fehl. Danach schmiss ich es in den Müll und verbann in diesem Zuge gleich das Stillkissen mit dazu. Leider konnte und konnte Leon dann nicht mehr schlafen. Ich musste mir eine Alternative überlegen. Gut, dass wir zur Geburt etwa zehn Schmusetücher geschenkt bekommen haben. Also inspizierte ich diese aufs genaueste. Jedes legte ich mir aufs Gesicht um zu testen, ob man durchatmen kann und so suchte ich mir eines aus, dass ganz, ganz dünn war und auch wenn er sich darin vergrub, er trotzdem noch durchatmen konnte. Ein Glück, dass er dieses direkt angenommen hat. Bis heute schläft Leon noch ohne Schnickschnack und mit Schlafsack im Bett, jedoch liegt das Stillkissen mittlerweile wieder im Bett. Wieso ich es zurück holte, weiß ich gar nicht mehr. Meine Angst vor dem Ersticken ist jedoch weg. Und er nutzt das Stillkissen als Kopfkissen. Sein Schmusetuch, das „Bärchen“, MUSS beim Schlafen und auch mittlerweile sonst überall dabei sein! Im Übrigen, steht Leons Bett bis heute noch bei uns im Elternschlafzimmer. Ich find es einfach bequemer, falls Nachts was mit ihm ist.

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