Die 9 häufigsten Herausforderungen beim Babyschlaf…und wie du sie ganz einfach lösen kannst (TEIL II)

In Teil 1 haben wir gemeinsam mit Sabrina von Babyschlafprofi.de bereits Babyschlaf-Tipps zu den 6 häufigsten Schlaf-Herausforderungen frisch gebackener Mütter geteilt. In diesem zweiten Teil gehen wir auf drei weitere Herausforderungen ein und erklären, was du jeweils tun kannst. Wir wünschen dir ganz viel Spaß beim Lesen & Umsetzen : )

Die Schlafherausforderungen im Überblick:
7. Mein Baby findet nur mit mehreren Fläschchen (wieder) in den Schlaf
8. Mein Baby schläft nur beim Stillen ein
9. Mein Baby schläft nur mit viel Bewegung ein

 

7. Mein Baby findet nur mit mehreren Fläschchen (wieder) in den Schlaf

Wenn dein Baby nur mit mehreren Flaschenmahlzeiten wieder in den Schlaf findet, gibt es nicht nur EINEN allgemeinen Tipp. Hierzu gibt es mehrere Dinge zu berücksichtigen.

Natürlich darf dein Kind in der Nacht etwas trinken, wenn es Durst hat! Wenn du jedoch merken solltest, dass die Flasche der Grund dafür ist, dass dein Kind auch mit 1 Jahr und älter noch mehrfach in der Nacht aufwacht, dann kann es ggf. sinnvoll sein, die Flaschenmahlzeiten in der Nacht zu reduzieren und/oder zu streichen. Häufig ist es auch so, dass Kinder am Tag nicht gut essen, wenn es nachts noch mehrere Flaschenmahlzeiten gibt.

Wichtig: Das Aufwachen wird nicht verhindert, wenn du statt dem Milchfläschchen Wasser anbietest!

Solltest du eine Flaschenmahlzeit nicht gleich komplett streichen wollen und dich eher für einen sanften Schritt entscheiden, dann kannst du als Erstes damit beginnen, über mehrere Tage hinweg, die Menge des Fläschchens in 50 ml bis 100 ml Schritten zu reduzieren!

Achtung: Es hilft nicht, alleine die Pulvermenge zu reduzieren. Dadurch wird die Kalorienzufuhr in der Nacht natürlich reduziert und dein Kind isst am Tag vielleicht besser, allerdings bleibt der Impuls des Aufwachens weiterhin bestehen.
Solltest du dich dafür entscheiden, eine Flaschenmahlzeit komplett zu streichen, dann stelle dich emotional darauf ein, dass 1 bis 3 Nächte eine Herausforderung werden können. Wichtig: Gib deinem Kind während dieser Zeit alle Liebe und Zuneigung, die es benötigt! Aber danach wird sich dein Kind den Schlaf holen können, den es für eine gesunde Entwicklung benötigt und weniger oft wach werden.

 

8. Mein Baby schläft nur beim Stillen ein bzw. schläft nur dadurch wieder ein

Falls dein Baby nachts häufig aufwacht und nur an der Brust bzw. durch das Stillen wieder einschläft, hoffen wir, dass dir die folgenden Tipps weiterhelfen.

Besonders im 1. Lebensjahr ist Stillen ein absolutes Grundbedürfnis und ist darüber hinaus Teil der besonderen Beziehung zwischen Mutter und Kind. Die WHO empfiehlt „ausschließliches Stillen für die Dauer von 6 Monaten und bei angemessener Beikost fortgesetztes Stillen bis zu 2 Jahren oder darüber hinaus.“

Grundsätzlich stellt Muttermilch eine wertvolle Energie-, Eiweiß- und Energiequelle dar. Sie bietet darüber hinaus wertvolle Mineralstoffe und lange ungesättigte Fettsäuren, die wichtig für die Entwicklung des Zentralnervensystems sind.

Das instinktive Verhalten und die Hormone, welche sowohl Mutter als auch Kind beim Stillen ausschütten, unterstützen die Mutter-Kind-Bindung und fördern eine effektive Kommunikation zwischen den Beiden. All dies stärkt das Urvertrauen des Kindes.

Doch was ist, wenn dein Kind 9 Monate oder älter ist und mehrfach in der Nacht aufwacht und sich nur wieder in den Schlaf bringen lässt, wenn es gestillt wird? So, dass dein Baby nur beim Stillen bzw. an der Brust einschläft? Stellst du oft fest, dass es dabei dann oft gar nicht unbedingt um die Nahrungsaufnahme, sondern darum geht, sich an der Brust in den Schlaf zu nuckeln?

Dann kann es gut sein, dass dein Kind eine „negative Schlafassoziation“ entwickelt hat – dein Kind denkt, dass es nur mithilfe der Brust (wieder) in den Schlaf finden kann.

Gleich vorneweg: du musst dein Kind nicht abstillen, damit es sich den Schlaf holen kann, den es für eine gesunde Entwicklung benötigt!

Wenn dich die Situation belastet und du merkst, dass auch dein Kind durch das häufige Aufwachen keinen erholsamen Schlaf bekommt, kannst du damit beginnen, die Stillmahlzeiten auf ein entsprechendes Maß zu reduzieren. Hierzu kannst du entweder ganze Stillmahlzeiten streichen oder beispielsweise immer etwas früher im Stillprozess abdocken. Wenn dein Kind nur an der Brust einschläft nur an der Brust einschläft kannst du beide Varianten benutzen um es ihm abzugewöhnen.

Solltest du dich dafür entscheiden, eine Stillmahlzeit komplett zu streichen, dann stelle dich emotional darauf ein, dass 1 bis 3 Nächte eine Herausforderung werden können.

Wichtig: gib deinem Kind während dieser Zeit alle Liebe und Zuneigung, die es benötigt! Wie auch beim Fläschchen wird das Aufwachen nicht verhindert, wenn du statt der Brust, Wasser anbietest!

 

9. Mein Baby schläft nur mit viel Bewegung ein

Gerade in den ersten 3 bis 4 Lebensmonaten nach der Geburt kämpfen viele Babys mit starken Bauchschmerzen und Blähungen. Diese Drei-Monats-Koliken können den Babys sehr zusetzen und große Schmerzen bei ihnen verursachen. 

Getragen zu werden kann die Verdauung der Kinder unterstützen. Dies ist  auch der Grund, warum Babys, die an Blähungen und Bauchschmerzen leiden, verstärkt die Nähe ihrer Eltern suchen. 

Doch was, wenn das Kind auch weit über diese 3-Monats-Koliken hinaus nur  dann in den Schlaf findet, wenn es getragen wird?

Wenn dein Kind irgendeine Art von Bewegung benötigt, um in den Schlaf zu finden und bitterlich anfängt zu weinen oder gar zu schreien, wenn du ihm diese Bewegung nicht gibst, spricht vieles dafür, dass dein Kind eine sogenannte „negative Schlafassoziation“ entwickelt hat. 

Dies geschieht meist ab dem 3./4. Lebensmonat, wenn die Kinder eine neue kognitive Reife erlangen. 

Negative Schlafassoziation heißt soviel wie: dein Kind denkt, xyz zu brauchen, um (wieder) einschlafen zu können – in dem Fall den Faktor Bewegung. 

Solltest Du das bei deinem Kind feststellen, kannst du versuchen, die Bewegung nach und nach etwas weniger einzusetzen. 

Hierbei ist es wichtig, die nötige Balance zu finden, damit z.B. beim Tragen auf dem Arm danach auch noch das Ablegen im Bett möglich ist, ohne dass es gleich wieder zu einem riesigen Gebrüll kommt. 

Da es nicht immer ganz einfach ist, dieses Fingerspitzengefühl für die nötigen Zwischenschritte alleine zu finden, kann es sehr sinnvoll sein, diesbezüglich Unterstützung in Anspruch zu nehmen.

 


 

Wir hoffen wir konnten dir mit unseren Tipps weiterhelfen und dir ein paar hilfreiche Tipps geben, falls dein Baby nur an der Burst oder beim Stillen einschläft, Bewegung braucht um einzuschlafen, oder mehrere Fläschchen benötigt um ruhig in den Schlaf zu finden :).

Falls du noch mehr hilfreiche Videos zu den häufigsten Schlaf-Herausforderungen sehen möchtest, dann schau doch gerne auf unserem YouTube Kanal vorbei. Wir freuen uns!

 

Wir wünschen dir und deinem Baby gesunden und sicheren Babyschlaf.

Dein Wombambino Team & Sabrina von Babyschlafprofi.de.

 

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